Untersuchung von Herz und Kreislauf


• Elektrokardiogramm in Ruhe
• Rhythmusuntersuchungen R-Test: Überwachung des Herzrhythmus’ über längere Zeit (bis 7 Tage)
• Monitoring des Herzrhythmus’ in der Praxis
• 24-Stunden-Blutdruckmessung



Der Blutdruck

Die Blutdruckmessung (BD-Messung) wurde früher ausschliesslich von Ärzten und medizinischem Personal vorgenommen. In der Regel wurde sie in der ärztlichen Praxis oder im Spital durchgeführt. Die BD-Messung ist anspruchsvoll. Es müssen in der Regel mehrere Messungen nacheinander stattfinden. Der richtige Messwert muss ermittelt und protokolliert werden. Nach ca. 5 Minuten ruhigem Sitzen und nach einem beruhigenden Gespräch mit dem Patienten ist die Chance grösser, dass ein repräsentiver Wert gefunden wird.

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Es gibt aber immer wieder Patientinnen und Patienten, die scheinbar ruhig, aber innerlich und angesichts der Situation (Arztbesuch) doch aufgeregt sind, was zur Folge hat, dass der Blutdruck weit über den im Alltag normalerweise gültigen Wert steigt. In so einem Fall gibt es zwei Möglichkeiten, um die tatsächliche Gefährdung des Patienten zu eruieren:

• die instruierte Selbstmessung und Protokollierung der Blutdruckwerte mit einem zertifizierten Gerät mit Oberarmmanschette (Handgelenkmessungen mit Billiggeräten zeigen häufig falsche Werte an)
• oder die 24-Stundenmessung des Blutdrucks mit einem speziellen Gerät durch den Arzt.

Die 24-Stunden-Registrierung mit einer automatisierten Messung ohne aktive Beteiligung des Patienten ist objektiver und sicher repräsentativer. Sie eignet sich auch zur Überprüfung einer bereits eingeleiteten Therapie, sei diese medikamentös oder interventionell.
Die 24-Stundenmessung ist heute Standard in der Grundversorgerpraxis. Wir nutzen für diese Messung ein modernes Gerät und eine qualitativ hochstehende Auswertungssoftware der Schweizer Firma
Schiller-Reomed.



Das Elektrokardiogramm

Nach der klinischen Untersuchung des Herzens und des Kreislaufs wird bei einem Befund, der eine eingehender Untersuchung nahelegt, in aller Regel ein sogenanntes Elektrokardiogramm erstellt.

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Das Elektrokardiogramm (EKG) ist die Registrierung der Summe der elektrischen Aktivitäten aller Herzmuskelfasern. Elektrokardiogramm heisst auf Deutsch Herzspannungskurve, gelegentlich wird es auch Herzschrift genannt.

Jeder Kontraktion des Herzmuskels geht eine elektrische Erregung voraus, die im Normalfall vom Sinusknoten ausgeht und über das herzeigene Erregungsbildungssystem zu den Herzmuskelzellen läuft. Diese elektrischen Potenzialänderungen am Herzen kann man an der Körperoberfläche ableiten und im Zeitverlauf aufzeichnen. Es resultiert ein immer wiederkehrendes Bild der elektrischen Herzaktion. Mit dem EKG lassen sich vielfältige Aussagen zu Eigenschaften und Erkrankungen des Herzens treffen. Zu beachten ist, dass das Oberflächen-EKG nur die elektrische Aktivität des Herzmuskels anzeigt, nicht jedoch die tatsächliche Leistung des Herzens widerspiegelt.

Meist wird das EKG vom Arzt noch von Hand ausgemessen und visuell beurteilt, mittlerweile gibt es aber auch zunehmend verlässlichere Computerauswertungen. Mit dem Gerät von
Schiller-Reomed, das in unserer Praxis verwendet wird, werden die erhobenen Daten mittels Computer ausgewertet und dem Arzt für die Validierung aufbereitet.